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Energiearbeit

Wer ich wirklich bin

Kann ich sagen, wer genau ich bin?
Weiß ich wer ich bin, weil die Menschen in meinem Umfeld mir sagen, wie sie mich sehen?

Wenn ich glaube, dass ich die Person bin, die die Menschen in mir sehen, kenne ich mich dann wirklich?
Kann ich tatsächlich im Hier und Jetzt leben, wenn ich die Person lebe/bin, die andere in mir sehen? ...

Diese Frage kann ich in unzähligen Variationen stellen und bei der Beantwortung stellt sich für mich immer wieder heraus, nur ich selbst kann erkennen, wer ich wirklich bin, wenn ich immer wieder genau jetzt in mich hineinschaue und hineinfühle, was da gerade ist.

Genau das bin ich!!

Das bin ich, ohne die Erwartungen meiner Mitmenschen an mich.
Das bin ich, ohne die Projektionen von außen auf mich.
Das bin ich, ohne die Schablonen der Gesellschaft, die mir im Heranwachsen übergelegt wurden.
Das bin ich, ohne die Überlebensmechanismen, die ich mir im Laufe des Lebens angeeignet habe.
Das bin ich, ohne meine eigenen Erwartungen und Projektionen.

Und wenn ich einfach nur schaue, einfach nur fühle, kann ich oft wahrnehmen, wie mich all die Rollen, die mir angeboten werden und die ich mir selbst auferlege, zum Teil ganz schön einengen, mir regelrecht die Luft abschnüren.

Die Kunst ist dann, nur weiterzuschauen, bis das Einengen vorüber ist, bis ich wieder frei atmen kann, ohne die Menschen, die mir diese Rollen anbieten, dafür zu verurteilen, ohne gegen sie zu kämpfen (auch nicht gegen mich selbst).

Dann fühle ich mich mit dem Leben verbunden, mit mir, die ich wirklich bin. Dann fühle ich lebendige Energie durch mich strömen.
Dann kann ich wirklich meinen eigenen Weg gehen und kann nicht durch Wünsche, Erwartungen, Projektionen Anderer, in meinen Schritten manipuliert werden.
Und das Spannende ist, ich kann es nicht greifen, nicht beschreiben, was es ist, das mich ausmacht, weil es ja in jedem Moment ganz neu und ursprünglich und immer wieder anders ist.

Was es immer ist, wenn ich einfach nur schaue, einfach nur fühle: es ist weit, frei und lebendig.
Doch im Trubel des Alltags ist oft nicht die Gelegenheit, die Ruhe, so tief und ehrlich in mich hineinzuschauen, um mich selbst zu erkennen, dann nehme ich vielleicht aus Bequemlichkeit, die „Persönlichkeiten“ bzw. Eigenschaften an, die mir angeboten werden und glaube, das wirklich zu sein.

Meine Mitmenschen können Helfer sein, indem sie mich in meine Gefühle bringen. Wenn ich mir Zeit nehme, meine Gefühle zu betrachten, bekomme ich die Gelegenheit mich selbst zu erkennen, das ist der Spiegel, den mir meine Mitmenschen dann indirekt vorgehalten haben.

Lange Zeit glaubte ich, was die Menschen über mich sagen, sei mein Spiegel, doch das scheint mir oft nur ein Zerrbild meiner selbst zu sein, wie in einem Spiegelkabinett.

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