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Energiearbeit

Weibliche und männliche Energien

Weibliche Energie ist empfangende Energie, aber auch nährende Energie.
Sie empfängt aus vielen verschiedenen Richtungen und verströmt sich auch wieder in viele Richtungen auf eine sanfte Weise. Dadurch ist die Wirkungskraft auch sanft, manchmal nur schwach fühlbar.
Weibliche Energie fließt mit dem aktuellen Geschehen, manchmal auch wie Wasser einfach um Hindernisse herum.
So kann weibliche Energie auf längere Sicht durchaus kraftvoll sein, wenn sie immer wieder sanft am gleichen Punkt wirkt.

Männliche Energie ist eine aggressive (kämpferische), herausfordernde, kraftvolle, fokussierte Energie.
Sie kann aber auch als beschützende, unterstützende Kraft eingesetzt werden.
Die Kräfte werden gebündelt auf ein Ziel gerichtet und können dort sehr kraftvoll wirken.
Da die männliche Energie Zielgerichtet ist, kann sie schnell große Wirkung erzielen.
Männliche Energie wird meist auch sehr schnell eingesetzt und kann damit auch eine große Zerstörungskraft haben.

Weibliche und männliche Energien sind in jedem Menschen enthalten. Oft ist es jedoch so, dass bei Männern die männliche Energie stärker ausgeprägt ist und bei Frauen die weibliche Energie.

Vor tausenden von Jahren lebten wir in einem Matriarchat. Das bedeutet, dass das Leben mehr von den weiblichen Energien geprägt wurde. Die Frauen legten aus ihrer weiblichen Weisheit und der Verbundenheit mit der Natur die Regeln für das gesellschaftliche Leben fest:
Zu einer Zeit in der die Menschen ohnehin noch ganz Naturbewusst und als Nomaden lebten, passte das gut, denn die weibliche Energie steht auch für die Naturverbundenheit. In jener Zeit diente die männliche Energie zur Jagd auf Tiere, um für Nahrung zu sorgen, aber auch dafür die Frauen und Kinder zu beschützen vor Angriffen von wilden Tieren.

Als die Menschen sesshaft wurden und begannen Tiere zu halten für die Ernährung, Häuser zum Schutz zu bauen, begann die natürliche Anwendung der weiblichen und männlichen Energien, sich zu verändern.

So wandelte sich das Matriarchat in ein Patriarchat. Die Naturverbundenheit verschwand langsam im Hintergrund und es wurden Kriege geführt um Macht und Landbesitz. Naturverbundenheit wurde eher als eine schwache Eigenschaft eingestuft und damit wurde über die Jahrtausende hinweg auch der Mann als das starke Geschlecht und die Frau als das schwache Geschlecht eingestuft. Die weiblichen Energien wurden regelrecht unterdrückt und zurückgedrängt, um den männlichen Energien mehr Kraft zu verleihen.

In den letzten Jahrhunderten begannen die Frauen sich langsam wieder aus dieser schwachen Position heraus zu kämpfen, was nur mit der Aktivierung der männlichen Kraft in den Frauen gelang.
Nur wenn Frauen wie Männer agierten, wurden sie in der Männerwelt anerkannt und durften auf ihrer Ebene mitspielen. Dies aber auch nicht überall in gleichem Maße auf der Welt.
Das war eine wichtige Entwicklung, doch die Rückkehr vom Patriarchat in ein erneutes Matriarchat ist nicht die Lösung.

Heute geht es darum, die weiblichen und die männlichen Energien so zu vereinigen, dass sie zusammen ein neues Miteinander schaffen können.

Dazu wird die kraftvolle männliche Energie nicht zum Kämpfen eingesetzt, sondern dazu, die weibliche Energie zu beschützen und sie in ihrer Entfaltung zu unterstützen.
Weibliche Energie nimmt der männlichen Energie das Kämpferische, indem sie diese empfängt, in sich aufnimmt.

Wenn die weibliche Energie von der männlichen Energie umfangen wird, wie in einem schützenden Mantel, kann sie ihre Kraft und Weisheit bündeln. Dadurch wird es möglich, dass die weibliche Energie in der Verbindung mit der männlichen Energie kraftvoller wirken kann als zuvor.
Wenn die männliche Energie nicht mehr zum Kämpfen eingesetzt wird, sondern sich mit der weiblichen Energie schützend und fördernd verbindet, wird Neues geschaffen, statt Bestehendes zerstört.

Das ist die Energie der Zukunft und die Zukunft hat bereits begonnen und wir können durch unser Handeln dazu beitragen dieser Zukunft eine Chance zu geben.

Wir können dazu beitragen das alte Weltbild vom Miteinander von Mann und Frau zu verändern, indem wir damit beginnen, die männlichen und weiblichen Anteile bzw. Energien in uns selbst in Harmonie zu bringen.

Dies gelingt mit einer ganz einfachen Übung, die ich in der Inkatradition kennengelernt habe.

In der Inkatradition gibt es kein positiv und kein negativ, es gibt nur leichte und schwere Energien.
Schwere Energien entstehen durch unsere Fähigkeit als Menschen, komplex zu denken. Leichte Energien sind in der Natur überall vorhanden.

Schwere Energien lagern sich in unserem Körper und an der Energiehülle um unseren Körper ab.
Das können die schweren Energien unserer eigenen Gedanken sein, aber auch die von Menschen, die uns ihre Gedanken schicken, indem sie an uns denken, im Guten aber auch im schlechten Sinne.

Diese schweren Energien können wir durch leichte Energie aus unserem Körpersystem und von unserer Energiehülle „abwaschen“.

Stelle Dir dazu vor, dass all die schwere Energie, die bei Dir ist, durch die leichte Energie aus dem Kosmos von Dir abgespült wird. Dazu kannst Du das Bild verwenden, dass Du unter einem Wasserfall stehst, und dass das Wasser alle schweren Energien, die in Deinem Körper oder an Deiner Energiehülle haften so von Dir abgespült werden und bei Deinen Füßen in die Erde fließen.

Wenn es sich anfühlt, als wenn alle schweren Energien von Dir abgespült sind, stelle Dir vor, wie aus der Erde über Deine Füße, kraftvolle, nährende Energie in Deinen Körper und Deine Energiehülle einfließt.

Begleite diese Übungen mit einer kraftvollen, gleichmäßigen Atmung.

Wende diese Kombination von 2 Übungen täglich mehrmals an, am besten Morgens, Mittags und Abends.

Die kosmische Energie entspricht der männlichen Energie, die irdische Energie entspricht der weiblichen Energie. Durch die regelmäßige Anwendung dieser beiden Energien, mit oben beschriebenen Übungen, entsteht die Harmonisierung der weiblichen und männlichen Energien in Dir selbst und Du kannst im Leben entspannter sein, kannst entspannter Deinen Mitmenschen begegnen.

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