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Achtsamkeit

Verborgene Gefühle antriggern

Oftmals werden in der Begegnung mit anderen Menschen, Gefühle in mir angetriggert, die angeschaut und angenommen werden wollen.
Nehme ich diese „Aufgabe“ dahinter nicht wahr, reagiere ich in Verhaltensweisen, die mich lange vor dem „Fühlen Müssen“ genau dieser Gefühle beschützt haben.

Es gibt Momente in meinem Leben, in denen ich mich von einem Gegenüber verletzt fühle, durch Worte oder Taten dieses Gegenübers.
Dann gibt es zwei Möglichkeiten, mit dieser Situation umzugehen.

Ich kann dieses „Verletzt Sein“ zurück zu meinem Gegenüber werfen, mich beklagen, in eine Auseinandersetzung gehen.
Manchmal glaubte ich, durch diese Auseinandersetzung, Klarheit darüber zu bekommen, warum dieses „Verletzt Sein“ geschehen konnte. Klarheit darüber, was der Auslöser von meiner Seite für das Handeln des Gegenübers war.
Doch meist hat die Auseinandersetzung mehr Verwirrung und Unklarheit geschaffen und mich und mein Gegenüber in eine Spirale von Ausagieren alter, einstudierter Verhaltensweisen gebracht.
Diese Verhaltensweisen eignen sich viele Menschen im Laufe ihres Lebens zum Selbstschutz an, um Gefühle von „Verletzt Sein“ (oder auch andere) nicht fühlen zu müssen.

Die zweite Möglichkeit mit diesem Gefühl von „Verletzt Sein“ umzugehen ist, dass ich nicht das Gegenüber anschaue, das es in mir ausgelöst hat, sondern dass ich mich selbst anschaue und fühle, um herauszufinden, warum das Gefühl von „Verletzt Sein“ in mir ausgelöst werden konnte.
Meist zeigt sich dann in mir eine Erinnerung, oft aus der Kindheit, wo meine persönlichen Bedürfnisse, durch die Menschen in meinem Umfeld, nicht befriedigt werden konnten.
Das „Innere Kind“ in mir sucht, durch den erwachsenen Menschen, im Außen nach Befriedigung dieses inneren Mangels, aus einer ganz anderen Zeit.
Dies kann nicht funktionieren.
Also bleibt mir nur, zu schauen, wie ich mit dem Mangel in mir in Frieden komme, statt im Außen ans Ausagieren zu gehen. Denn damit lenke ich mich selbst nur vom Wesentlichen ab. Ebenso verhindere ich, mit dem Agieren im Außen, ein Reifen, das bewirken könnte, dass ich nicht immer wieder in die gleiche Situation gerate.

Um nun dem Ursprung in mir auf die Spur zu kommen, wende ich wieder das Werkzeug der Achtsamkeit an.
Atmen, fühlen, beobachten, wahrnehmen, bis das Gefühl, sich in diesem Moment, wie von selbst löst, bzw. leichter wird.
So kann ich mich selbst immer mehr von den in mir verborgenen Gefühlen befreien, die mich vom gegenwärtigen Moment ablenken und meine Lebensenergie verschwenden.

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